Schädlings-Finder

Wegameise

Wegameise

Lasius niger

Biologie

Arbeiterinnen 2,5-4 mm lang. Vorwiegend braun gefärbt. Nester in Gärten, unter Steinen, Baumrinde, im Rasen, in Mauerspalten u.a. Meistverbreitete Art in Haus und Garten.

Schaden

Ameisen leben u.a. von zuckerhaltigen Substanzen und Fleisch. In Wohnungen und Vorratsräumen werden sie von Zucker, Früchten, Honig, Speisen, aber auch von frischen Fleischwaren angelockt. Die Ameisenstrassen führen zu den Nestern. In älteren Gebäuden können sie Holz zerstören.

Pharaoameise

Pharaoameise

Monomorium pharaonis

Biologie

Winzige (2mm) tropische Ameisenart, die sich nur in beheizten Gebäuden vermehrt. Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Adulttier: 6 Wochen bei 27 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit. Lebensdauer Arbeiterinnen: 2 Monate, Königin: 9 Monate. Bevorzugen proteinreiche Nahrung wie Brot, Fleisch, Tierfutter, tote Insekten. Nester sind oft in der Nähe von Heisswasserleitungen, Wandhohlräumen nahe Wärmequellen, in elektrischen Geräten usw.

Schaden

Pharaoameisen werden eingeschleppt in Gebäude. Sie können pathogene Keime verbreiten in der Lebensmittelindustrie, in Spitälern und sind extrem störend in Wohnungen. Durch ihre geringe Grösse werden sie leicht in andere Gebäude verschleppt.

Schwarzkopfameise

Schwarzkopfameise

Tapinoma melanocephalum

Biologie

Die Arbeiterinnen sind mit einer Körperlänge bis 1,5 mm relativ klein. Der Körper ist zweifarbig. Während Kopf und mittlerer Körperabschnitt dunkelbraun sind, erscheinen Beine, Stielchenglied und Hinterleib schwach gelblich bis fast durchsichtig.
Eine Schwarzkopfameisen-Kolonie besteht meistens aus mehreren Königinnen, welcher bis zu Tausenden von Arbeiterinnen angehören. Bei starker Besiedlungsdichte werden mehrere Nistplätze bewohnt, die untereinander in Verbindung bleiben. Die Ansiedlung der Völker und Brutaufzucht kann nur bei hohen Temperaturen (ab ca. 25C) und hoher Luftfeuchtigkeit (70-90 %) erfolgen.

Schaden

Schwarzkopfameisen verursachen ähnliche Schäden wie die Pharaoameise, daher sind Bekämpfungsmassnahmen sehr ähnlich. Bekämpfungsmassnahmen sind nur dann erfolgreich, wenn das gesamte Befallsareal über einen längeren Zeitraum behandelt wird und so einer Neuinfektion vorgebeugt werden kann.

Stubenfliege

Stubenfliege

Musca domestica

Biologie

Fliege schwarz, 7-8 mm lang. Der Saug- bzw. Leckrüssel ist nach unten gerichtet und endet in dem gut erkennbaren Saugkissen. Die Innenränder der Flügel überschneiden sich in Ruhestellung. Legt bis zu 2000 Eier vorwiegend in Mist, Fäkalien, Komposthaufen und Müllplätzen ab, d. h. überall dort, wo sich organische Substanz zersetzt. Die Entwicklung verläuft über verschiedene Larven-Stadien (weisse, beinlose, bis zu 12 mm grosse Maden) und Puppe zur erwachsenen Fliege. Entwicklungsdauer: 2 Wochen im Hochsommer, sonst 3-4 Wochen.

Schaden

Menschen und Haustiere werden beunruhigt und belästigt. Hat eine Vorliebe für menschliche und tierische Körperausscheidungen (Schweiss, Kot, eiternde Wunden). Überträgt Infektionskrankheiten, wie z.B. Typhus, Cholera, Salmonellosen, Kinderlähmung, Maul und Klauenseuche u.a. Wohnungseinrichtungen und Lebensmittel aller Art werden verschmutzt und unter Umständen mit Krankheitserregern verseucht.

Fruchtfliege

Fruchtfliege

Drosophilidae

Biologie

Die Weibchen legen etwas 400 weisslich-gelbe Eier auf Obst und faulendem organischen Material ab. Die Entwicklungsdauer ist temperaturabhängig. Bei 25 Grad schlüpft aus jedem Ei nach ca. 20 Stunden als Larve eine wurmartige Made, die sich sofort auf Nahrungssuche begibt. Die Nahrung besteht aus Mikroorganismen, die das Obst zersetzen wie Hefen und Bakterien. Nach drei Larvenstadien und einem vier tägigen Puppenstadium schlüpft bei 25 Grad nach insgesamt neun Tagen das flugfähige Insekt.

Schaden

Durch ihre Vorliebe für gärende, pflanzliche Substrate übertragen Essiffliegen Hefen, Bakterien, die den Fäulnisprozess der Früchte beschleunigen.
Fruchtfliegen können über grössere Entfernung gärende Stoffe wahrnehmen und erscheinen in kurzer Zeit überall dort, wo Obst und Gemüse (Tomaten) Marmeladen, Obstsäfte und Wein hergestellt oder verarbeitet wird. In Restaurants werden sie vom Geruch der Bierhefe angelockt.

Halmfliege

Halmfliege

Thaumatomyia notata

Biologie

2-3 mm gross, kleine, glänzende, gelbschwarze Fliegen.

Schaden

Fliegen im Herbst die obersten 2,3 Etagen von Gebäuden an, um dort in Hohlräumen hinter Fassaden, in Dachböden und Rolladenkästen zu überwintern. Ihr massives Auftreten wird als lästig empfunden, was bis zum Auszug von Mietern führen kann.

Schmeissfliege

Schmeissfliege

Calliphoridae

Biologie

5-11mm gross, metallisch blau oder grün glänzend gefärbt.

Schaden

Krankheitsüberträger: Typhus, Paratyphus, Dysenterie (Ruhr), Sommerdiarrhöen, Cholera.                                                                 Schmeissfliegen legen ihre Eier an Tierkadaver und sonstige Fleischabfälle. Ein Weibchen kann zwischen 800 bis 2000 Eiern produzieren. Steht ein Abfallsack/Container an der Sonne, ist die Entwicklung in einer Woche durchaus möglich.

Vorbeugung

Fleischabfälle, bis zur Entsorgung tiefkühlen oder gut verschlossen entsorgen.

Schmetterlingsmücke

Schmetterlingsmücke

Psychode

Biologie

1-5 mm gross, am Körper und Flügeln stark behaart.

Schaden

Massenhaftes Auftreten in Kanalschächte, ausgetrocknete Abgüsse und Bodenabläufe, Klimaanlagen und Kühlaggregaten.

Vorbeugung

Unterhaltsprobleme im Abwassersystem durch Reinigung oder Sanierung erforderlich. Kanalschächte und Abflussleitungen gut abdichten. Regelmässige Reinigung von bestehenden Abflüssen.

Trauermücke

Trauermücke

Sciaridae

Biologie

2-5 mm langer, schlanker und dunkel gefärbter Körper.

Schaden

Massenhaftes Auftreten in der Erde von Blumen und Pflanzkübel in Wohnungen und Büros. Sie werden mit der Planzerde eingeschleppt.

Vorbeugung

Erde wechseln, Pflanzen möglichst trocken halten.

Hausbock

Hausbock

Hylotrupes bajulus

Biologie

Ausgewachsen 1 – 2,5cm lang, dunkelgrau bis schwarz und haben Flecken auf weissen haaren auf den Flügeldecken. Das Halsschild ist bis auf zwei höckerförmige Erhebungen dicht mit weissen Haaren besetzt. Die Fühler der Männchen sind halb so lang wie ihr Körper, bei den Weibchen reichen sie nur bis an Ende des Halsschildes. Larven werden bis 3cm lang, sind weisslich-gelb.

Lebensweise / Schaden

Der Hausbockbefall wird häufig erst durch das Auftreten der ovalen etwa 4 x 7 mm grossen Ausschlupflöcher bemerkt. Der Hausbock ist der gefährlichste einheimische Schädling für verbaute Hölzer, ausschliesslich Nadelholz. Besonders anfällige Gebäudebereiche, sonnenexponierte und aufgewärmte Dachstöcke. Optimale Temperaturen für den Käfer, 28 – 30 Grad.

Holzwurm

Holzwurm

Lat. Anobium punctatum

Biologie

Die Larve ist grau-weiss, der Kopf gelb-braun. Der daraus entstehende Käfer misst ca. 3mm und ist dunkelbraun, wobei auch hellere Tiere anzutreffen sind.


Schaden

Dieser Holzschädling lebt auch im Freien an abgestorbenen Ästen etc. Von dort aus infiziert er verbautes Holz. Ein Befall ist äusserlich durch die runden, 1 bis 2 mm grossen Schlupflöcher der Käfer erkennbar. Ausserdem kann man häufig herausrieselndes Holzmehl beobachten.

Reismehlkäfer

Reismehlkäfer

Tribolium castaneum

Biologie

Käfer 3-4 mm lang, hell rotbraun gefärbt. Feine Punktstreifen und Längsrippen auf den Flügeldecken. Eizahl 300-600, Larven gelblichbraun, bis 8 mm lang. Entwicklungsdauer vom Ei bis Käfer bei Zimmertemperatur ca. 3-4 Monate. Mehrere Generationen jährlich. Wenig widerstandsfähig gegen Kälte und Nahrungsmangel.

Schaden

Käfer und Larven fressen Mehl bzw. Mehlprodukte, auch Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüsse. Gelegentlich am Getreide als Folgeschädling von Kornkäfer u. a. Starke Verunreinigung, Mehl wird klumpig, riecht muffig und erwärmt sich. An der Oberfläche befallener Partien häufig Larvenhäute.

Brotkäfer

Brotkäfer

Stegobium paniceum

Biologie

Rostbrauner, ca. 3 mm langer Käfer. Volltier nimmt keine Nahrung auf. Legt bis zu 100 Eier an Nahrungsstoffen ab. Frischgeschlüpfte Larven weiss, breiten sich über grössere Strecken aus und dringen überall ein. Puppe in ovalen, aus Nahrungsteilchen zusammengesponnenen Köchern. Meist nur eine Generation pro Jahr.

Schaden

Brot, Gebäck, Teigwaren, Getreidekörner zeigen stecknadelkopfgrosse, kreisrunde Löcher. Schäden auch in Hülsenfrüchten, an Mahlprodukten, Fertignährmitteln, trockenen Pilzen und Gemüse, Kräutern, Tee, Kaffeebohnen u. a. Ausserdem werden Verpackungsmaterialien, wie Papier, Pappe u.ä., durchfressen.

Gemeiner Speckkäfer

Gemeiner Speckkäfer

Dermestes lardarius

Biologie

Käfer 6-10 mm lang. Grundfarbe von Käfer und Larve braunschwarz; Käfer mit heller Querbinde auf den Flügeldecken. Weibchen legt 100-200 Eier an Nahrungsstoffen ab. Unter günstigen Bedingungen bis zu 6 Generationen pro Jahr. Vorübergehend werden von Käfern und Larven auch niedrige Temperaturen gut vertragen.

Schaden

Speckkäfer-Befall wird meist an behaarten Larvenhäuten erkannt; die gesellig auftretenden Larven zerstören Felle und Leder durch Schabe- und Lochfrass von der Innenseite her, vereinzelt auch Wolltextilien. Schäden entstehen auch dadurch, dass sich die Larven zur Verpuppung in Waren, wie Tabakballen, Garnrollen, Kork, weiches Holz, Asbest u.ä. hineinbohren.

Teppichkäfer

Teppichkäfer

anthrenus scrophulariae

Biologie

Käfer 3-4,5 mm lang. Im Frühjahr und Sommer als Pollenfresser an Blüten. Weibchen fliegen zur Eiablage in Wohnungen und Läger ein, wo sie an verschiedenen Materialien 20 und mehr Eier einzeln ablegen. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die behaarten Larven. Sie sind lichtscheu und halten sich häufig abseits von der Frassstelle hinter Scheuerleisten, Schränken und in anderen Schlupfwinkeln versteckt. Generationsdauer knapp 1 Jahr.

Schaden

Die Larven bevorzugen als Nahrung trockene tierische Produkte aller Art, wie Wollstoffe, Pelze. Es können auch ausgestopfte Tiere und Insektensammlungen geschädigt werden.

Kleidermotte

Kleidermotte

Tineola bisselliella

Biologie

Die Kleidermotte ist 4-9 mm lang. Vorderflügel gelb, glänzend, Hinterflügel heller. Spannweite 14 mm. Weibchen legt 100-200 Eier einzeln an Stoffe ab. Raupen schlüpfen nach ca. 14 Tagen. Entwicklungsdauer bis zum Schmetterling bei Zimmertemperatur ca. 3 Monate. In geheizten Räumen 3-4 Generationen jährlich, in ungeheizten Räumen 2 Generationen. Typisch sind die bis 15 cm langen Gespinströhrchen.

Schaden

Die meist schmutzig-gelbweissen Raupen der Kleidermotte verursachen Lochfrass und Kahlstellen an Wollstoffen, Pelzen, Teppichen u. a. Befallen werden vor allem Wollfasern, Textilien und Pelze, die längere Zeit nicht getragen wurden.

Dörrobstmotte

Dörrobstmotte

Plodia interpunctella

Biologie

Flügelspannweite des Falters 20 mm. Vorderflügel an der Basis gelbgrau, an der Spitze kupferrot. Ca. 200 Eier, Raupen bis 16 mm lang, weiss-rosa oder grünlich. 2 Generationen pro Jahr.

Schaden

Raupen fressen Keimanlage aus Körnern heraus, Körner durch Gespinste mit Kotkrümeln zu Klumpen verbunden. Lochfrass an Dörrobst, Nüssen, Backwaren, gelagerten Drogenpflanzen, Gewürzen u.a. Zur Verpuppung hin starke Gespinstbildung.

Hausmaus

Hausmaus

Mus musculus domesticus

Biologie

Auf der Oberseite dunkel bis schwarz, unterseits grau gefärbt. Körper und Schwanz jeweils bis 9 cm lang. Grosse Vermehrungsfähigkeit. 4-8 Junge pro Wurf, 4-6 Würfe jährlich. Lebt bevorzugt in trockenen Räumen, kann Kälte gut vertragen.

Schaden

Lebens- und Futtermittel, aber auch Textilien, Papier, Leder u.a. werden angefressen und durch Exkremente verunreinigt. An Getreide unterscheidet sich Auftreten der Mäuse von Rattenbefall durch das Vorhandensein von kleinen, ca. 1-2 mm grossen Nagespänen (Spelzen, Kornstückchen). Überträgt auch Krankheiten, z.B. Paratyphus, Trichinose u.a.

Wanderratte

Wanderratte

Rattus norvegicus

Biologie

Körperlänge bis 25 cm, Schwanz schuppig und geringelt bis 22 cm lang. Oberseite des Felles grau-braun bis rötlichbraun gefärbt. Der Bauch ist hellgrau bis weisslich. Die Gliedmassen sind kurz und die Vorder- und Hinterpfoten nackt und rosafarben. Die Ratten besitzen wie alle Nagetiere im Oberkiefer und Unterkiefer je zwei als Nagezähne ausgebildete Schneidezähne. Diese sind kräftig, meisselartig und tief im Kiefer verankert; sie müssen ständig benutzt werden, da sie sonst weiterwachsen.

Schaden

Verschmutzung und Frass der Nahrungs- und Futtermittel aller Art, auch verdorbener und faulender Substanzen. Daher häufig auf Müllplätzen. Nagetätigkeit an Verpackungs- und Baumaterial. Schäden auch in Feldbeständen, z.B. Mais. Nimmt auch tierische Nahrung zu sich; kleine Haustiere können angefallen und getötet werden. Übertragen direkt oder indirekt viele gefürchtete Krankheiten auf Mensch und Vieh, z.B. Typhus, Cholera, Ruhr, Pest, Tuberkulose, Trichinose, Maul- und Klauenseuche u.a.

Bettwanze

Bettwanze


Cimex lectularius

Biologie

Ca. 5-8 mm lang; stark abgeplattet, rotbraun. Larven entwickeln sich aus dem Ei in 5 Stadien zum Vollinsekt. Sie sind dem erwachsenen Tier in der Form ähnlich, aber mehr gelbbraun gefärbt. Nach dem Blutsaugen sind die Tiere stark verdickt und rot bis schwarz gefärbt. Tagsüber in Verstecken verborgen, wie z. B. Ritzen in Böden, Matratzen, hinter elektrischen Leitungsrohren, Bildern u. a. Erwachsene Tiere können Kälte ertragen und wochenlang ohne Nahrungsaufnahme leben. Befallen sind meistens Schlafräume.

Schaden

Die Wanzen wandern – auch von entfernt liegenden Verstecken – zu den schlafenden Menschen und anderen Warmblütern (Haustiere), um Blut zu saugen. Stich des Vollinsektes und der Larven bevorzugt bei Dunkelheit. Blut wird etwa 5-10 Minuten lang gesaugt. Dabei eingespritztes Speicheldrüsensekret ist toxisch und ruft bei den meisten Menschen bis zu 7 Tagen später stark juckende Quaddeln hervor. Es kommt aber auch zu grossflächigen Hautentzündungen, Störungen des Allgemeinbefindens und Beeinträchtigung des Sehvermögens. Bei stärkerem Befall Belästigung durch ihren widerlichen, süsslichen Geruch im Raum.

Katzenfloh

Katzenfloh

Ctenocephalides felis

Biologie

1,5-3 mm lang, braun bis rotbraun, Kopf kurz. Hält sich in oder in der Nähe der Lagerstätten von Katzen auf; kann aber auch vorübergehend auf den Menschen übergehen.

Schaden

Der Floh verursacht schmerzhafte Stiche an Mensch, Katze und Hund und saugt deren Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger von Bandwürmern.

Deutsche Schabe

Deutsche Schabe

Blattela germanica

Biologie

Ca. 13 mm gross, gelbbraun mit 2 dunkelbraunen Längsstreifen auf dem Halsschild. Beide Geschlechter geflügelt, fliegen aber nicht. Eipaket mit 20-40 Eiern wird vom Weibchen ca. 4-5 Wochen herumgetragen und dann wahllos abgelegt. Kurz darauf schlüpfen die dunkelbraun gefärbten Junglarven. Gesamte Entwicklungsdauer 2-3 Monate. Liebt wie alle Schabenarten dunkle, feuchte Verstecke und wird daher häufig lange Zeit nicht bemerkt. Geht nur nachts, wie alle Schabenarten, auf Nahrungssuche. Tiere können längere Zeit hungern. Die Ei-Pakete sind wegen ihrer Chitin-Hülle sehr widerstandsfähig, auch gegenüber Bekämpfungsmitteln.

Schaden

Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z. B. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte, weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z.B. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.

Orientalische Schabe

Orientalische Schabe

Blatta orientalis

Biologie

Auch Küchenschabe, Bäcker- bzw. Brotschabe oder Kakerlake genannt. 20-28 mm gross. Männchen kastanienbraun, Flügel etwas kürzer als der Hinterleib. Weibchen fast schwarz, besitzt nur Flügelstummel. Eipaket mit etwa 16 Eiern wird schon nach 2-5 Tagen wahllos abgelegt. Larven schlüpfen erst nach 2-3 Monaten. Entwicklung bei hohen Temperaturen nach 22 Wochen abgeschlossen, normalerweise aber erst nach 1 Jahr. Sonst wie Deutsche Schabe, aber wärmeliebender.

Schaden

Verbreitet einen süsslichen, widerlichen Geruch.Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z. B. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte, weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z.B. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.

Braunbandschabe

Braunbandschabe

Supella supellectilium

Biologie

Grösse ca. 11 mm, hellkastanienbraun bis dunkelbraun mit 2 helleren Querstreifen auf den Flügeldecken. Männchen lang-, Weibchen kurzflügelig. Eipaket wird sofort nach Fertigstellung abgelegt und in Ritzen von Möbeln usw. festgekittet. Diese Schabenart vermag auch an senkrechten Wänden und überhängenden Decken entlang zu laufen.

Schaden

Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z. B. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte, weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z.B. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.

Waldschabe

Waldschabe

Ectobius vittiventris

Biologie

Die Waldschabe ist ein braunes etwa 1 cm langes Freilandinsekt, das sich im Sommer häufig in unsere Wohnräume verirrt. Sie ist harmlos und kann sich im Haus weder vermehren oder unsere Nahrungsmittel befallen. In Innenräumen stirbt sie nach wenigen Tagen. Wird sehr oft mit anderen Schaben verwechselt.

Schaden

Ist kein Schädling, sondern nur ein Lästling und muss daher nicht bekämpft werden.

Amerikanische Schabe

Amerikanische Schabe

Periplaneta americana

Biologie

25 bis 35mm gross, Halsschild rotgelb mit zwei braunen Flecken. Männchen und Weibchen sind geflügelt und flugfähig. Entwicklungsdauer ca. 600 Tage. Eipakete werden nur einige Stunden bis 6 Tage umhergetragen, dann in Ecken und Ritzen festgeklebt und mit Holzspänen, Papierstückchen u. a. zugedeckt und getarnt. Larven schlüpfen nach 1-2 Monaten. Gesamtentwicklungsdauer der Schabe ca. 1 Jahr. Von allen Schabenarten liebt sie die Wärme am meisten.

Schaden

Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z. B. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose usw.

Taube

Taube

Columba livia

Biologie

Tauben nisten in Nischen und Winkeln oder sogar auf Dachböden und können pro pro Jahr 10 – 12 Junge aufziehen.

Schaden

Taubenparasiten wie Milben, Zecken und Flöhe können für den Menschen höchst unangenehm sein. Kontakt mit Taubenkot können Krankenheiten auslösen – was jedoch sehr selten vorkommt und Stiche führen zu unangenemen Juckreiz.

Spatz

Spatz

Passer domesticus

Biologie

Der Spatz (Haussperling) hat sich vor über 10.000 Jahren als Kulturfolger dem Menschen angeschlossen. Er ist mit Ausnahme der Tropen – fast überall anzutreffen, wo Menschen sich das ganze Jahr aufhalten.

Schaden

Vogelkot ruiniert durch die enthaltene Säure Fassadenmaterialien. Gerne nisten sich Spatzen in geschützte Storenkästen ein und können lästig werden und Fensterbänke verunreinigen.

Staublaus

Staublaus

Psocoptera

Biologie

1-2mm kleine zarte, beige bis braun gefärbte Insekten, mit einem relativ grossen Kopf und langen dünnen Antennen und haben mit Tier- und Menschenläusen nichts zu tun.

Schaden

In Neubauten mit noch feuchten Wänden oder nach einem Wasserschaden, kommt es gelegentlich zu einer Massenvermehrung. Zu finden sind sie auch an feucht gewordenen Lebensmittel, Getreide oder Leim von Büchern.

Prävention

Räume regelmässig mit Durchzug lüften und Gebäude und feuchte Bereiche gut austrocknen.

Hornisse

Hornisse

Vespa crabro

Biologie

Arbeiterin misst bis 28mm,  Kopf und Brust sind braun-schwarz gestreift, mit braunen Augen (nicht schwarz).

Hornissennester sind wie alle Wespennester immer einjährig. Hornissenstiche sind trotz anders lautender Gerüchte nicht gefährlicher als die von Wespen und Bienen. Hornissen gelten allgemein als weniger angrifslustig und stechen nur bei Bedrohung zu.

Spinne

Spinne

Aranea

Biologie

Spinnen gehören zusammen mit den Krebsen, Insekten und Tausendfüssern zum Stamm der Gliederfüsser. Sie haben am Vorderkörper acht Beine – im Gegensatz zu den immer sechsbeinigen Insekten – und ihr Körper ist in zwei Teile gegliedert.

Schaden

Helle Fassaden, Aussenbeleuchtungen und Gewässer ziehen Insekten und damit auch deren Jäger, die Spinnen, an. An geschützten Bereichen wie Dachuntersichten und Fenstersimsen befinden sich die Spinnennetze, welche durch die Luftverschmutzung grau und schmutzig sind und so die Fassade ungepflegt erscheinen lassen.

Kellerassel

Kellerassel

Porcellio scaber

Biologie

Schiefergrau bis gelbgrau gefärbte, platte Krebstiere. Erwachsen etwa 15 mm lang. Auftreten in Waschküchen, Kellern, hinter Regalen, Kisten, zwischen Kartoffelhaufen und sonstigem feucht lagerndem Material.

Schaden

Leben von pflanzlichen Vorräten. Im Wohnhaus und Keller ist der Schaden im allgemeinen nicht gross – nur kleine Frassstellen an Kartoffeln, Gemüse und Obst. Tiere jedoch ekelerregend. Schädigen im Garten an Keimlingen und Jungpflanzen.

Deutsche Wespe

Deutsche Wespe

Paravespula germanica

Biologie

13-20 mm lang, schwarzgelb gezeichnet. Kopfschild mit 1-3 schwarzen Punkten, hinterer Augenrand ganz gelb. Leben in Nestern. Diese bestehen aus einer papierartigen Masse. Sie werden fast immer unterirdisch angelegt. Es überwintern nur die Königinnen. Daher findet man Wespen im Frühjahr nur vereinzelt. Aus den Eiern der Königinnen entwickeln sich vor allem Arbeiterinnen, die im Spätsommer und Herbst die Wespenplage verursachen.

Schaden

Schmerzhafte Stiche. Frass an Obst, Säften, Kuchen, Marmeladen u.a.

Silberfisch

Silberfisch

Lebisma saccharina

Biologie

Lichtscheue, flügellose, flinke Insekten bis ca. 12 mm Länge, silbergrau gefärbt. Entwicklung bei Zimmertemperatur etwa 1 Jahr, gesamte Lebensdauer 2 Jahre. Da ihr Vorkommen an Feuchtigkeit gebunden ist, findet man sie oft in Speisekammern, Badezimmern, Küchen, Waschküchen, Abstellkammern, schlecht ausgetrockneten Neubauten, Schiffen u.a.

Schaden

Als Nahrung dienen vorwiegend kohlenhydratreiche Stoffe, wie Zuckerwaren, Kleister und Klebstoffe. Auch gestärkte Textilien, Kunstfasergewebe, Lederwaren, Bucheinbände u. a. schädigen sie durch ihren Schabe- und Lochfrass.